Coworking für mehr Nachhaltigkeit

Home-Office vs. Coworking – Wer macht das Rennen?

Spätestens seit der Corona Pandemie ist eines klar: Arbeiten kann man auch außerhalb des Büros des Arbeitgebers. Doch welches Modell macht das Rennen? Home-Office oder doch eher der Coworking Space? Werfen wir einen Blick drauf!

Home-Office – was ist das?

Homeoffice bedeutet ganz einfach, dass man von Zuhause aus arbeitet. Meistens geht es aber am Ende nur darum, dass man sich bei seiner Arbeit nicht im Firmenbüro aufhält. Ob man wirklich von Zuhause aus arbeitet oder sich dafür in eine Bibliothek, ein Café oder ein Restaurant setzt, ist einem meistens selbst überlassen. Hauptsache ist, dass man konzentriert und produktiv arbeiten kann.

Laut einer Studie von 2018 arbeitet mittlerweile etwa jeder dritte Arbeitnehmer mindestens zeitweise im Homeoffice. Das kann Vor- und Nachteile haben. Als beliebte Alternative zum Homeoffice gilt ein Arbeitsplatz oder ein Büro in einem Coworking Space.

Wir haben ein paar Aspekte gesammelt, um diese beiden Arbeitsweisen miteinander zu vergleichen.

Vor- und Nachteile von Homeoffice

Im Homeoffice legt man erstmal die Füße hoch, macht ewig lange Pausen und arbeitet sowieso mit höchstens 50% Einsatz, da man nebenbei noch die neuesten Serien bei Netflix guckt. So oder so ähnlich hört man es oft, wenn man über Homeoffice redet. Dass diese Auffassung häufig nicht zutrifft, beweist eine Studie der Stanford University, die zwei Jahre lang das Arbeiten im Homeoffice untersucht hat.

Das Ergebnis ist überraschend: Die Mitarbeiter, die im Homeoffice gearbeitet haben, arbeiteten mehr, konzentrierter und meldeten sich seltener krank. Für Arbeitgeber also durchaus gute Nachrichten! Einige der Mitarbeiter gaben aber an, dass sie sich bei 100% Homeoffice zu isoliert fühlten und deswegen ungern nur von Zuhause aus arbeiten würden.

Entfliehe dem tristen Home-Office und komme ins Coworking

Man muss bei dieser Studie zusätzlich beachten, dass es sich um Mitarbeiter handelt, die sich freiwillig zur Teilnahme gemeldet haben, also durchaus Lust auf Homeoffice und vermutlich einen brauchbaren Arbeitsplatz Zuhause hatten.

Das kann natürlich nicht jeder von sich behaupten. Wenn man Zuhause wenig Platz hat und sich diesen auch noch mit anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohnern teilt, kann das Homeoffice schonmal zur Belastungsprobe werden – für die Arbeit und für das Zusammenleben. Außerdem fehlen oft die nötigen Endgeräte und technischen Voraussetzungen, um von Zuhause aus genauso produktiv zu arbeiten, wie im Büro.

Eine weitere wichtige Komponente für ein produktives Homeoffice ist Selbstdisziplin. Kontrolle von Kollegen oder dem Chef kann durchaus nervig sein – hilft in vielen Fällen aber dabei, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Viele Arbeitnehmer sagen, dass sie eine gewisse soziale Kontrolle benötigen, um produktiv zu sein. Zuhause lässt man sich einfach zu leicht ablenken: Hier muss noch eine Glühbirne gewechselt werden, der Hund muss mal wieder frisiert werden und ich wollte ja schon lange mal wieder eine richtig gute Bolognese einkochen – schon ist der Arbeitstag vorbei und man hat nichts geschafft. Was vielleicht erst einmal wie eine entspannte Sache klingt, kann auf die Dauer zur absoluten Belastung werden und immer mehr Stress verursachen.

Wenn man also die nötige Selbstdisziplin besitzt, Zuhause gut ausgerüstet ist und einen ruhigen Arbeitsplatz hat, kann das Arbeiten im Homeoffice also durchaus gut funktionieren. In vielen anderen Fällen leidet aber die Konzentration und Produktivität. Außerdem fühlen sich viele Mitarbeiter im Homeoffice isoliert, wenn sie ohne Kollegen oder den persönlichen Austausch mit anderen jeden Tag nur in den eigenen vier Wänden sitzen.

Coworking als Alternative zum Home-Office

Coworking: Die perfekte Alternative zum Homeoffice

In den letzten Jahren sind Coworking Spaces zu einer immer beliebteren Alternative zum Homeoffice geworden. Die Betreiber dieser Spaces stellen den Coworkern komplett eingerichtete Arbeitsplätze zur Tages- oder Monatsmiete zur Verfügung – oft inklusive Kaffeeversorgung. Das fördert interdisziplinäres Netzwerken und ist einfach netter, als wenn man seinen Kaffee immer nur alleine Zuhause oder mit dem Haustier trinkt.

Außerdem profitiert man von der komplett fertigen Infrastruktur im Coworking Space: Internet, Drucker, Getränkeversorgung und Reinigung sind nur ein paar der Sachen, um die man sich nach dem Einzug nicht mehr selbst kümmern muss.

Wenn man also keinen geeigneten Arbeitsplatz Zuhause hat und es vermisst, unter Leute zu kommen, ist ein Coworking Space in der Tat eine perfekte Alternative zum Homeoffice. Hier gibt es einfach weniger Ablenkung – außer man möchte sich in der gemeinsamen Mittagspause oder bei einem Kaffee mit den anderen Coworkern bewusst einmal von der eigenen Arbeit ablenken.

Home-Office vs Coworking in guter Gesellschaft

Ein Platz im Coworking Space für Firmen

Während ein Coworking Space lange vor allem als Treffpunkt für Selbstständige und Freelancer galt, gehen heute auch immer mehr Firmen dazu über, feste Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter zu mieten, um ihnen eine Alternative zum Homeoffice zu bieten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Komplett ausgestattete Arbeitsplätze, eine bestehende Infrastruktur, die Möglichkeit zum Netzwerken und weniger Pendelei – denn oft liegen die Coworking Spaces näher an der Wohnung der Mitarbeiter als das Firmenbüro.

Zudem haben viele Coworking Spaces nicht nur Schreibtische, sondern auch Büros und Meetingräume in verschiedensten Größen im Angebot. Das bietet einen weiteren Mehrwert für Firmen, da sie dort oft unkompliziert Räumlichkeiten für sämtliche Veranstaltungen buchen können.

Fazit

Es gibt – wie bei fast allen Dingen im Leben – Vor- und Nachteile für beide Arbeitsweisen. Es kommt immer darauf an, was für ein Typ man ist und auf was man beim Arbeiten Wert legt. Wenn man einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz Zuhause hat, an dem man nicht von seinem Umfeld gestört wird und selbstdiszipliniert genug ist, um auch Zuhause konzentriert und produktiv zu arbeiten, spricht eigentlich nichts gegen das Homeoffice. Wenn man aber einen komplett ausgestatteten Arbeitsplatz benötigt und es einfach nicht schafft, Zuhause die nötige Konzentration aufzubringen, dann ist es sicherlich eine gute Idee, über einen Schreibtisch oder ein Büro in einem Coworking Space nachzudenken.

Wenn du zu der zweiten Kategorie gehörst und dein Interesse geweckt wurde, dann schau doch mal bei uns vorbei!

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